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Aktuell:

13.10.22 - 13.1.23
Public Intimacy
with Sophia Hirsch
Museum of Jewish Montreal

25.11.22 - 19.03.23
entre 2
Städtische Galerie, Offenburg

running Raum www


studio adress:
Johannes Mundinger
c/o Urban Spree
Revaler Str 99
10245 Berlin
Germany

oo49 (o) 179 748 o2 81
post@jmundinger.de

Fotos von Kontrollierenden im ÖPNV, die Gesichter sind mit roten Krakelstrichen unkenntlich gemacht
'Freifahren' shows the mutual support of almost 20,000 Berliners.

In a public group chat, its members warn each other about ticket checks on public transport, often with photos that are accompanied by fast drawings to explain or to anonymise those pictured.

A visual representation of solidarity – or the illegal appropriation of public transport – in beautifully spontaneous drawings that I have collected and sorted into different categories.

Fotos in drei Reihen untereinander an einer Wand befestigt. Darauf zu sehen Kontrollen in der Bahn, die Kontrollierenden sind mit frei gezeichneten Kringeln hervorgehoben

Assembled for the exhibition 'I Got You Covered', presented in a former air-raid shelter in Berlin-Charlottenburg.

13 - 18. September 2022
Kaiserdamm 102, Berlin Charlottenburg

Organized with Daniel Hahn/Raum www we invited Julia Meyer-Brehm and Pola van den Hövel to curate the exhibition in the beautiful space of Culterim Gallery. Supported by a Berlin Senate Project Space Grant we showed the work of:

Joschua Y. Arnaut * Christian August * Frauke Alina Becker * Dominika Bednarsky * Maja Behrmann * Hannah Bohnen * Sascha Brylla * Susanne von Bülow * Billie Clarken * Anaïs Edely * Witalij Frese * Isabella Fürnkäs * Jane Garbert * Luki von der Gracht * Anna Grath * Daniel Hahn * Lena Valenzuela de la Hoz * Jana Jedermann * Ruppe Koselleck * Dariia Kuzmych * Minh Kha Le * Jana Mertens * Zoë C. Miller * Johannes Mundinger * Duncan Passmore * Katya Quel * Pio Rahner * Antonia Rodrian * Laura Sachs * Finja Sander * Felix Sandvoss * Laura Schawelka * Aline Schwörer * Anica Seidel * Georg Vierbuchen * Marta Vovk



Die Aufgabe von Luftschutzbunkern oder -kellern besteht darin, Menschen in Notsituationen einen sicheren Unterschlupf zu bieten. Das unterirdische Gewölbe am Kaiserdamm 102 wurde nach dem Ersten Weltkrieg errichtet und diente im Zweiten Weltkrieg als Schutz vor den Bombenangriffen der Alliierten.

Die Gruppenausstellung I got you covered vereint Positionen von 35 Künstler*innen, die sich mit dem Ort sowie dem allgemeinen Konzept von Schutz, Bedeckung oder Cover auseinandersetzen. Assoziativ berühren die Arbeiten etwa die Themen Haut als Schutzhülle, den Coverboy auf Zeitschriften, Körperbehaarung oder Strukturen der Unterstützung und des Supports. Die Auseinandersetzungen erfolgen sowohl auf technischer als auch auf inhaltlicher Weise – durch Bildhauerei, Malerei, Sound- und Videoarbeiten, Installationen und architektonische Interventionen.
Einige Werke stehen in krassem Kontrast zum Ort, heben sich in ihrer Farbigkeit oder Form stark von ihrer Umgebung ab. Andere fügen sich fast nahtlos in das Gemäuer ein, bilden eine Erweiterung oder Umdeutung des gegebenen Raumes.
Heutzutage erfahren viele ehemalige Bunkeranlagen Berlins eine Umnutzung: Einige dienen als Kunstsammlungen, Clubs oder Orte der Erinnerung. Zu Kriegszeiten boten Räume, die eigentlich Safe Spaces sein sollten, nur vermeintliche Sicherheit: Zu Beginn des Luftkriegs wurde Jüdinnen und Juden generell das Betreten der Luftschutzkeller untersagt. Auch heute bieten Schutzräume oft nur oberflächliche Sicherheit. Auch mit dieser Ambivalenz setzen sich einige der Künstler*innen in I got you covered auseinander.

Die Ausstellung bietet den einzelnen Arbeiten genug Raum, sich klar voneinander abzugrenzen und unterschiedliche Themenschwerpunkte aufzugreifen. Dennoch lassen sich einige Überschneidungen feststellen, sind doch alle Werke durch den Ort und die Thematik miteinander verbunden. Genau um diese Verbundenheit bemüht sich die Ausstellung, deren Titel I got you covered auf das verwobene Verhältnis von Künstler*innen, Organisatoren und Kuratorinnen hindeutet.

Julia Meyer-Brehm und Pola van den Hövel